Ein Portraitshooting bei Sonnenaufgang hat eine ganz besondere Stimmung. Während viele noch schlafen, erwacht die Welt langsam, das Licht ist weich und mystisch – und genau das macht die Morgenfotografie so einzigartig. In diesem Blogbeitrag erzähle ich dir, wie ich ein Shooting bei Sonnenaufgang plane, welche Kameraeinstellungen ich nutze und wie ich das Morgenlicht optimal einsetze.

Warum Portraitfotografie bei Sonnenaufgang so besonders ist

Das Licht kurz vor und nach dem Sonnenaufgang ist einzigartig: Zuerst wirkt es kühl und bläulich, fast schon mystisch. Sobald die Sonne über den Horizont steigt, entsteht eine Golden Hour am Morgen, die warme und schmeichelhafte Töne auf die Haut zaubert. Genau diese Mischung macht Portraits im Morgenlicht unverwechselbar.

1. Vorbereitung für das Shooting am Morgen

Für ein Portraitshooting im Sonnenaufgang bin ich immer etwas früher vor Ort. So habe ich Zeit, die Location in Ruhe anzuschauen. Besonders gut eignen sich:

  • offene Felder oder Wiesen
  • Seen oder Flüsse (mit Spiegelungen)
  • städtische Locations mit klaren Linien und Blick auf den Horizont

Da sich das Licht am Morgen sehr schnell verändert, ist Timing entscheidend – die schönsten Momente dauern oft nur wenige Minuten.

2. Kameraeinstellungen für Morgenlicht

Zu Beginn ist es noch recht dunkel, daher arbeite ich mit einer etwas höheren ISO (z. B. 400–800). Sobald die Sonne aufgeht, reduziere ich sie wieder.

Meine Standardwerte für Portraits bei Sonnenaufgang:

  • Blende: f/1.8 – f/2.8 für weiche Hintergründe
  • Verschlusszeit: ca. 1/200 Sekunde, um scharfe Portraits zu erhalten
  • ISO: je nach Helligkeit zwischen 100 und 800

Tipp: Unbedingt im RAW-Format fotografieren, um das volle Farbspektrum der Morgenstimmung später in der Bearbeitung herauszuholen.

3. Das Licht am Morgen nutzen

Direkt vor Sonnenaufgang ist das Licht kühl und gleichmäßig – perfekt für ruhige, fast meditative Portraits. Sobald die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, entsteht dieser magische Glow, den ich am liebsten für Nahaufnahmen nutze.

  • Mit der Sonne: Das Gesicht wird sanft beleuchtet und wirkt strahlend.
  • Gegen die Sonne: Es entsteht ein goldenes Haarlicht, das die Person vom Hintergrund abhebt.
  • Im Schatten: Wenn das Licht zu hart wird, finde ich Schutz unter einem Baum oder an einer Wand – dort bleibt es weich.

4. Posen & Stimmung beim Portraitshooting

Am Morgen herrscht eine ganz besondere Ruhe. Ich lasse mein Model tief durchatmen, kurz die Augen schließen oder in die aufgehende Sonne schauen. Solche kleinen Gesten unterstreichen die Stimmung und wirken viel natürlicher als starre Posen. Oft reicht es schon, wenn die Person ein paar Schritte geht oder sanft über die Schulter blickt.

5. Der perfekte Moment – die Golden Hour am Morgen

Die Golden Hour bei Sonnenaufgang ist kurz, dafür aber unglaublich intensiv. Etwa 20–30 Minuten nach Sonnenaufgang wird das Licht bereits härter – davor entstehen die besten Aufnahmen. Deshalb fotografiere ich in dieser Zeit besonders konzentriert, um die warmen Farben und die sanfte Stimmung einzufangen.

Fazit: Portraitshooting im Sonnenaufgang lohnt sich

Ein Shooting im Morgenlicht erfordert frühes Aufstehen – aber die Ergebnisse sind jede Mühe wert. Das Zusammenspiel von kühlem Dämmerlicht und warmer Golden Hour sorgt für einmalige Portraits, die Emotionen transportieren und eine besondere Ruhe ausstrahlen.

Wenn du deine Portraitfotografie auf das nächste Level bringen möchtest, probiere unbedingt ein Portraitshooting bei Sonnenaufgang aus. Du wirst überrascht sein, wie magisch das erste Licht des Tages wirken kann.

Blog

Ich arbeite aktuell an neuen Projekten und möchte mein Portfolio erweitern. Die Zusammenarbeit erfolgt auf TFP-Basis (Time for Print).Wenn du Lust hast, gemeinsam kreative Fotos zu machen, melde dich gerne bei mir!